Therapiemöglichkeiten

Ernährung und Lebensweise haben auf die Refluxkrankheit einen sehr großen Einfluss. Bestimmte Nahrungsmittel oder Faktoren reizen die Schleimhaut und regen die Säurebildung an: Kaffee, fette oder süße Speisen, Alkohol, Nikotin sowie Stress und Anspannung. In der Schwangerschaft führt bei ca. 50 Prozent der Frauen die Druckerhöhung im Bauchraum dazu, dass der Mageninhalt leichter zurück in die Speiseröhre fließen kann.

Gute Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt jedoch gute Nachrichten: Die Refluxerkrankung kann gut behandelt werden. Allgemeine Maßnahmen, sowie eine Umgestaltung der Ernährungsgewohnheiten und des Lebensstils führen bei vielen Betroffenen bereits zu einer deutlichen Linderung der Symptome. Eine medikamentöse Reflux-Behandlung hilft 90 Prozent der Betroffenen. Bei einem besonders schweren Verlauf der Refluxkrankheit kann auch eine Operation helfen.

Medikamentöse Maßnahmen

  • Kombinationstherapien: Kombinationen aus Säureblockern, Schleimhautschutz und Abdichtung nach oben: Diese Präparate enthalten meist Alginat, Bicarbonat und idealerweise einen zusätzlichen Schleimhautschutz wie Tamarinde. Sie führen zu einer raschen Symptomlinderung, einer Reduktion der Übersäuerung, einem Schutz der Schleimhaut und einer Verminderung des Refluxes von Mageninhalt.
  • Protonenpumpenhemmer (PPI): Sollen nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewandt werden. Sind nicht nebenwirkungsfrei und hemmen die Magensäure-Bildung stark, was auch zu einer Beeinflussung der Barrierefunktion führen kann. Haben keine Schutzwirkung auf die Schleimhaut und bilden keine Aufstiegsbarriere für den Mageninhalt.
  • Reine Säureregulatoren (Ca-Carbonat, Mg-Carbonat. Bi-Carbonat, Magaldrat, Hydrotalcit): Haben ausschließliche eine Wirkung auf die Säurereduktion, jedoch keine anderen Schutzwirkungen.